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30 Min kostenlose WLAN-Nutzung an Bahnhöfen

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Seit einigen Wochen existieren an vielen großen, deutschen Bahnhöfen kostenlose WLAN-Zugänge ins Internet. Wem bringen die etwas? Wie könnt Ihr diese mit Eurem BlackBerry nutzen?

 

Teltarif hatte darüber berichtet, daß die Telekom in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn mittlerweile an 105 stark frequentierten Bahnhöfen kostenlose Hotspots installiert hat, die Euch bis zu 30 Min täglich, einen Internet-Zugang ohne Vertragsbindung und Berechnung anbietet. Heute möchte ich Euch an meinen, zugegeben stellenweise subjektiven Erfahrungen und Meinungen teilhaben lassen.

 

30 Minuten kostenloses Internet jeden Tag, an den von mir täglich genutzten Bahnhöfen Darmstadt und Frankfurt am Main hört sich erst mal gut an. Schließlich möchte ich auch mal mobil ein größeres Update oder eine App ziehen. Wie beispielsweise bei der aktuell laufenden Aktion 25 Tage voller Geschenke. Und da ich in der Woche mehrmals die genannten Bahnhöfe passiere, würde das nicht nur einen schnellen Download ermöglichen, sondern auch das verbrauchte Datenvolumen meines Mobilfunkanschluß schonen. Schließlich sind kurze Wartezeiten an Bahnhöfen normal und wollen effektiv genutzt werden.

 

Die Verbindungsaufbau mit dem PlayBook stellte anfangs ein Problem da. Zwischenzeitlich findet das PlayBook den Telekom-Hotspot nicht nur, sondern kann sich auch mit ihm verbinden. Die OS7.1-Geräte Curve 9360 und Bold 9790, die BB10-Devices Q10, Z30 und Dev Alpha B kamen auf Anhieb damit zurecht.

 

Was sich auf Anhieb einfach anhört (und auch ist) ist die Anmeldung am Hotspot. Nachdem die Geräte eine Verbindung zum offenen Hotspot der Telekom und DB Station & Service aufgenommen haben, nutzt Ihr einfach den Browser. Ihr werdet dann beim ersten Seitenaufruf auf eine Login-Seite der Telekom umgeleitet. Allerdings ist das bei täglicher Nutzung nervig verhältnismäßig zeitaufwendig. Schließlich fährt man ja nicht nur zum kostenlosen Internetsurfen früher los.

 

Denn dort gebt Ihr Eure Mobilfunknummer ein. Außerdem den vielerorts üblichen CAPTCHA-Code, der eine automatisierte Nutzung der Seite verhindern soll. Kurz darauf bekommt Ihr eine SMS mit Eurem Zugangscode. Diesen gebt Ihr anschließend auf der Login-Seite ein und seit damit „drin“.

 

Besonders cool ist das Prozedere vom PlayBook in Verbindung mit der BlackBerry Bridge, bei der Ihr vom PlayBook direkt auf die SMS Eures BlackBerry-Smartphones zugreifen könnt.

 

Wer ein PlayBook 3G+ mit aktiver SIM-Karte besitzt, kann sich natürlich die SMS direkt dorthin schicken lassen. Allerdings sollte man sich den Code dann gut merken oder zumindest per Screenshot sichern, da das PlayBook 3G+ zwar  eingehende SMS anzeigt, aber keine App besitzt, um später nochmal auf SMS zuzugreifen. Mancher holt sich auf diesem Weg einen zweiten Zugangscode pro Tag… 😉

 

Auch um beispielsweise mit der E-Mail-App den datentarifschonenden Hotspot zu nutzen, muß zuvor die Anmeldung per Browser erfolgen. Und wer kurz zuvor noch in Straßenbahn oder Bus über die Mobilfunkverbindung gesurft hatte, wird sich ärgern, daß er möglicherweise den Browser schließen und erneut starten muß, bevor es per Hotspot weiter geht. Gerade wer – wie ich – oft viele Tabs im Browser geöffnet hat (das Internet ist mit den vielen Links so verlockend interessant…), den ärgert das besonders. Natürlich sind Browser wie der OrigamiBrowser in der Lage, beim Neustart dieselben Tabs wieder zu öffnen, aber bei vielen dynamischen Seiten wie Blogs, landet man anschließend nicht mehr dort, wo man sich ursprünglich befunden hatte.

 

Viel ärgerlicher aber ist, das man draußen an den Gleisen, oft nur noch 1-2 Balken Signalstärke hat. Und wer wie ich auch mal schon 10 – 15 Min vor planmäßiger Abfahrt in einen Zug steigen kann (die Züge starten dort ihre Tour), der ist froh um einen guten Sitzplatz, bekommt aber oft gar kein Signal mehr vom Hotspot. Das gilt auch für den S-Bahn-Tunnel am Frankfurter Hauptbahnhof. Darüber hinaus war die Netzgeschwindigkeit beispielsweise in Frankfurt zum Feierabendverkehr sehr träge, da vermutlich viele Menschen den Hotspot nutzen.

 

Anders als von Teltarif berichtet, muß ich die 30 Minuten nicht am Stück nehmen. Im Gegenteil, so konnte ich morgens schon einige Minuten in Darmstadt surfen, stieg in den Zug nach Frankfurt und surfte wieder. Selbst auf dem Rückweg klappte es umgekehrt. Okay, natürlich nur, wenn ich zuvor den jeweilige Hotspot nur kurz genutzt habe. Aber wie beschrieben, ist es als Pendler nicht schwer, den Sendebereich zu verlassen. 😉

 

Als störend ist allerdings noch anzumerken, daß wenn mein BlackBerry die Telekom-Hotspots für den Bahnhof kennt, dann versucht er sich auch auf dem Weg mit der Straßenbahn durch Frankfurts Innenstadt immer wieder mit den dortigen Hotspots zu verbinden. Da ich kein Telekom-Kunde bin, habe ich dann immer wieder Aussetzer beim Internet-Zugang. Denn der BlackBerry setzt die Priorität auf ein verbundenes WLAN-Netz, und die Telekom verwehrt mir – zu Recht – den Zugang. Dagegen hilft nur noch mehr manuell zu tun: WLAN aktivieren/deaktivieren bzw. manuelle Verbindungsaufnahme mit dem Hotspot am Bahnhof.

 

 

Fazit

 

Ich möchte den Service von Telekom und DB Station & Service nicht schlecht machen. Er ist eine super Sache. Und für den Gelegenheitsreisenden oder Fernreisenden, die auch mal eine etwas längere Wartezeit verbringt, eine gute Sache. Für den Vielnutzer ist er aber wohl eher aufwendig und damit störend.

 

Außerdem, seien wir ehrlich: Natürlich möchte die Telekom auch den Internet-Zugang über Ihr großes Hotspot-Netz mit über 12.000 Zugangspunkten verkaufen. In den teureren Telekom-Tarifen ist oft die Hotspot-Flatrate enthalten, die natürlich neben den gut 100 Bahnhöfen auch in ICE’s, auf Flughäfen, Autobahnraststätten, in vielen Schnellrestaurants und Hotels und an vielen zentralen Plätzen bundesweit verfügbar ist. Auch gibt es Angebote für Telekom-Festnetzkunden und auch der Hotspot-Pass für Gelegenheitskunden.

 

Außerdem ist es auch ein Haftungsrisiko, wenn anonym strafbare Handlungen über diese Telekom-Hotspots möglich wären.

 

Die 105 ausgerüsteten Bahn-Stationen und weitere Infos zum besprochenen Angebot findet Ihr hier.

Und hier gibt es alle Infos zum gesamten Hotspot-Angebot der Telekom. Für Legacy-BlackBerry-Smartphones gibt es auch die App Hotspot Login der Telekom, die wir Euch bereits vorgestellt hatten.

 

 

Wie sind Eure Erfahrungen mit den Telekom Hotspots? An den an Bahnhöfen und auch im Rest von Deutschland?

 

 

Posted by Andy   @   10 Dezember 2013

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3 Comments

Comments
Dez 15, 2013
16:02
#1 Sascha :

Die in meinem Premium Business Vertrag beinhaltete Hotspot Flat nutze ich trotz 20 GB 4G High-Speed-Volumen recht häufig, wo es möglich ist. 20 GB würden mir sonst nämlich nur ca sieben Kalendertage reichen man ist im heutigen Zeitalter durchaus verwöhnt: Eine Minute Full-HD-Video bringt es ja bereits auf 45 bis 60 Megabyte. Nur auf die DB greife ich bereits seit Jahren nicht mehr zurück. Dessen ungeachtet kann dieser Vorstoß nützlich sein für viele, die auch die DB angewiesen sind und ein kleineres High-Speed-Volumen haben, wobei man ja bereits in kleineren T-Mobile Rahmenverträgen oder den größeren DSL Verträgen die Hotspot Flat inklusive hat. Der Fast Food Konkurrent von MC´D der häufig auch in Bahnhöfen oder in Bahnhofsnähe zu finden ist bietet bereits auch seit längerem WLAN umsonst an.Bei wem Sicherheit keine Priorität hat, ist damit auch bestens beraten.

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