Follow Me  

Handy-Apps sinnvoll lokalisieren

Beitrag wurde - 2.509 x gelesen

Handy-Anwendungen sinnvoll lokalisieren

Bei Handy-Apps bietet sich die Anpassung an andere Sprachen, die Lokalisierung an, um damit die Anzahl der potentiellen Nutzer – und damit das Absatzgebiet – zu vergrößern und zwar nicht zuletzt aus zwei Gründen:

  • Handy-Apps sind kleine Mini-Anwendungen, bei denen sich oft nicht nur der Programmier-, sondern auch der Lokalisierungsaufwand in Grenzen hält
  • Handy-Apps sind nicht teuer, daher müssen Umsatz und Gewinn aus der Stückzahl kommen

Was man beim Lokalisieren beachten sollte

Wenn man Handy-App sinnvoll lokalisieren möchte, ist es mit der Übersetzung der Bedienerführung nicht getan. Die lokalisierte Version muss nicht nur verständlich, sondern auch ansprechend sein. Es reicht nicht, von der Zielsprache ein Wörterbuch zu besitzen. Vielmehr sollte die Lokalisierung von jemandem vorgenommen werden, der die jeweilige Sprache sehr gut beherrscht und sich mit der aktuellen Kultur und dem dortigen Zeitgeist auskennt.

Man kann sich die Lokalisierung auch nicht einfach sparen, wenn man Handy-Apps einfach auf Englisch anbietet. Auch Leute, die eine oder sogar mehrere Fremdsprachen sehr gut sprechen, gehen am liebsten mit ihrer Muttersprache um. Speziell bei Handys muss man sogar davon ausgehen, dass sie auch von Leuten mit weniger Bildung benutzt werden, die außerhalb des angelsächsischen Sprachraums kaum über englische Sprachkenntnisse verfügen.

Problematisch sind oft auch Redewendungen. Sie kann man oft nicht wörtlich übersetzen, sondern muss eine passende aus der Zielsprache finden.

Beispiele für die Lokalisierung von Handy-Apps

Die Lokalisierung von Handy-Apps kann noch mehr bedeuten als nur die Anpassung auf Sprache und Kultur des Ziellandes: Die App Urbanspoon von Blackberry, die bisher nur für amerikanische Städte erhältlich ist, muss beispielsweise für jede Stadt angepasst werden: Mit ihr kann man nämlich Restaurants finden, in denen man ein bestimmtes Gericht bekommt. Dazu muss man natürlich in jeder Stadt eine hinreichende Anzahl von Gaststätten finden, die bereit sind, ihre Speisekarten tagesaktuell zur Verfügung zu stellen.

Bei Apps zum Zugriff auf Social Media wiederum muss man sich die Frage stellen, ob das jeweilige Medium im Zielland überhaupt angenommen wird: Facebook kommt aus den USA und ist unter anderem in Deutschland sehr beliebt. Daher gibt es auch eine deutschsprachige Blackberry-App. Für Japan würde sich eine Mixi-App eher lohnen, denn dort nimmt dieser Dienst in etwa die Stellung ein, die Facebook bei uns inne hat.

Ebenfalls ein Beispiel für sehr kleinräumige Lokalisierungen sind die Blackberry-Stadtplan-Apps. Es kann zwar immer die gleiche App verwendet werden, die aber in jedem Einzelfall die alphanumerischen und grafischen Daten der jeweiligen Stadt abruft und darstellt.

Wiederum länderspezifisch sind Wörterbuch-Apps: Bei einem zweisprachigen Wörterbuch für Französisch braucht ein Engländer oder Amerikaner eines, bei dem die zweite Sprache Englisch ist, während ein Deutscher natürlich eines braucht, dass den französischen Vokabeln die deutsche Bedeutung gegenüberstellt. Außerdem muss der App-Anbieter in den unterschiedlichen Ländern mit unterschiedlichen Wörterbuchverlagen zusammenarbeiten. So gibt es für deutsche Blackberry-Anwender zum Beispiel eine deutsch-französische Pons-App und für englischsprachige eine englisch-französische Collins-App.

Posted by Christian.A   @   16 August 2011

Related Posts

1 Comments

Comments
Trackbacks to this post.
Leave a Comment

This Blog will give regular Commentators DoFollow Status. Implemented from IT Blögg

Previous Post
«
Next Post
»
Powered by Wordpress   |   Lunated designed by ZenVerse