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Drucken von PlayBook (und BlackBerry 10)

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Auch bei mobilen Geräten besteht gelegentlich der Bedarf, etwas auf Papier auszudrucken. Gerade für das PlayBook ist das App-Angebot dazu sehr gering, weshalb wir Euch heute einige Möglichkeiten vorstellen wollen. Einige funktionieren allerdings auch mit BlackBerry 10.

 

PrintTool (PlayBook)

 

Auch im mobilen Zeitalter sind Ausdrucke auf Papier nicht grundsätzlich vermeidbar. So müssen beispielsweise Tickets zu Konzerten und für Theater noch regelmäßig ausgedruckt werden. Oft besteht aber auch von Seiten des Nutzers der Wunsch, Fotos, e-mails und Dokumente nicht nur am Bildschirm betrachten zu können, sondern ebenfalls auszudrucken. Seitens des PlayBook OS (auch am BlackBerry Enterprise Service 10) besteht dafür allerdings keinerlei Unterstützung, obwohl es auch im geschäftlichen Bereich eine Vielzahl von Gründen gibt, Ausdrucke zu erzeugen.

 

Eine einfache Möglichkeit besteht über die App PrintTool. Sie kann aber nur einfache Texte ausdrucken, die über die Zwischenablage in die App kopiert wurden. Es ist nur der Druck des blanken Text ohne Formatierungen und Randeinstellungen möglich. Allerdings kann die Anzahl der Zeichen pro Zeile festgelegt werden und es kann prinzipiell jeder über das Netzwerk erreichbare Drucker genutzt werden. Die dazu notwendigen TCP/IP-Einstellungen (IP-Adresse und Port) müssen eingetippt werden.

 

Über einen Windows-Rechner als Druck-Server arbeitet die App Print von Daniel Bigham. Dazu muß auf dem PC ein Synchronisationsprogramm installiert sein, das die Druckaufträge der App annimmt. Es handelt sich um dasselbe, kostenlose Windows-Programm Sync, das Daniel auch für seine anderen Apps nutzt.

Mit Print kann dann auf jedem Drucker gedruckt werden, der auch von dem Windows-PC genutzt werden kann. Die App unterstützt nur den Ausdruck von Dateien. Sie ermöglicht also keinen Druck direkt aus Apps, es wie beispielsweise für e-mails wunschenswert ist. Es können demnach Bilder, Docs To Go – Dokumente und unter BlackBerry 10 sogar Dateien sein, mit denen das OS selbst gar nichts anfangen kann (Unter Windows muß natürlich eine passende Anwendung installiert sein). Beim PlayBook ist dagegen die Dateiauswahl über den üblichen Dialog auf Dateien beschränkt, die das OS selbst kennt.

Die Festlegung der zu druckenden Seiten (bei mehrseitigen Dokumenten), Randeinstellungen usw. sind ebenfalls nicht möglich. Ist für den Dateityp im Windows kein Standard-Druckprogramm hinterlegt, wird die Datei mit dem Programm geöffnet, das als Standard für den jeweiligen Dateityp definiert ist. Dann müßt Ihr an den PC gehen und die Datei manuell drucken. Wer Apps wie Splashtop Remote Desktop HD oder einen RDP-Client einsetzt, erledigt das komfortabel per Fernwartung vom PlayBook.

 

Die bisher erwähnten Möglichkeiten haben alle den Vorteil, daß die Daten im eigenen Netzwerk verbleiben. Darüber hinaus bieten sich auch die Möglichkeiten über Cloud-Dienste an. Prinzipiell sollte man davon ausgehen, daß Daten, die über Cloud-Dienste gedruckt werden, ähnlich ungeschützt sind wie unverschlüsselte e-mails oder die altbewährte Postkarte. Trotzdem gibt es sicherlich eine Vielzahl an Daten, die keinen außergewöhnlichen Schutz bedürfen und daher bedenkenlos über die Cloud gedruckt werden können.

 

ThinPrint CloudPrinter auf dem PlayBook

 

Ein Anbieter für den kostenlosen Druck über die Cloud ist Cortado. Dazu benötigt Ihr einen Account beim Anbieter. Die Nutzung ist für Privatanwender kostenlos. Außerdem benötigt Ihr die Android-App ThinPrint Cloud Printer auf Eurem Tablet oder Smartphone. Auf einem PC muß  der Drucker eingerichtet sein und das Programm ThinPrint Cloud Printer Connector laufen. Neben Windows wird auch Mac OS unterstützt. Über ein Webinterface richtet Ihr den Drucker im Cloud-Dienst ein.

 

Natürlich muß der PC gestartet sein, um über die Apps Print bzw. ThinPrint Cloud Printer zu drucken. Für diejenigen unter Euch, die ohnehin einen Windows Home Server oder ähnliches laufen haben, ließen sich dort die Server-Programme von Daniel Bigham bzw. Cortado installieren. Oder Ihr schaltet Euren PC bei Bedarf per WOL ein. Die ThinPrint-Lösung speichert übrigens Ausdrucke zwischen, so daß Ihr von unterwegs drucken könnt und später an den PC einschalten könnt, um die Ausdrucke zu erzeugen.

 

Ganz ohne separate App könnt Ihr drucken, wenn Ihr Euch einen HP-Drucker mit ePrint-Funktion kauft. Der Drucker verbindet sich dann mit einem von Euch angelegtem Kundenkonto bei HP und holt dort die Ausdrucke aus der Cloud ab. Anstatt auf dem Mobilgerät eine spezielle App zu nutzen, sendet Ihr einfach eine e-mail an eine für Euch reservierte e-mail-Adresse. Alles was dort eingeht, wird ausgedruckt. Das kann die e-mail selbst sein oder auch gängige Dateianhänge wie Bilder, MS Office – Dokumente oder PDF-Dateien. Der Nutzung des Dienstes ist quasi mit Kauf des Druckers bezahlt worden. Es entstehen Euch keine laufenden Kosten dafür.

 

Demnächst werden wir Euch noch eine weitere Möglichkeit vorstellen, für die Ihr weder einen neuen Drucker benötigt, noch einen stromfressenden PC. Aber ein paar Euro mußt Ihr dafür investieren und auch ein gewisses Maß an technischem Interesse mitbringen.

 

 

PrintTool für PlayBook (BlackBerry World)

Preis: Kostenlos

 

 

Print für PlayBook und BlackBerry 10 (BB World)

Preis: 1,79 Euro

Sync für Print (Windows-Programm)

Preis: Kostenlos, sinnvolle Anwendung nur mit kostenpflichtigen Apps von Danial Bigham

 

ThinPrint Cloud Printer PlayBook+BB10 (apk2bar.org)

Preis: Kostenlos, sinnvolle Anwendung nur mit Cloud-Dienst, der für Privatanwender kostenlos ist

ThinPrint Cloud Printer Connector Windows + Mac OS

Preis: Kostenlos, sinnvolle Anwendung nur mit Cloud-Dienst, der für Privatanwender kostenlos ist

 

Posted by Andy   @   27 Oktober 2014

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