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BlackBerry Enterprise Service – neuer Name, altes Produkt mit Neuerungen

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RIM wird mit den OS-10-Geräten nicht nur eine neue Plattform eröffnen, sondern auch eine neue Strategie fahren. Zukünftig soll es weniger Namen und Software-Produkte geben, dafür aber einfachere Handhabung und größere Integration.

Während wir alle gespannt auf die neuen BlackBerry-OS-10-Geräte warten, stellt RIM im Hintergrund sicher, dass in Firmen der Wechsel zu neuen Geräten so reibungsfrei und bequem wie möglich geschieht. Das geschieht insbesondere dadurch, dass die Infrastruktur zur Verwaltung der unterschiedlichen BlackBerry, aber auch fremder Hersteller geschaffen wird. „BlackBerry Enterprise Service 10” soll das erst im zweiten Quartal 2012 eingeführte „BlackBerry Mobile Fusion” ablösen. Das verwundert, denn Mobile Fusion enthält im Prinzip alle Funktionen die der neue Service auch anzubieten hat. Was unterscheidet also den „BlackBerry Enterprise Service 10” von Mobile Fusion?

BES 10  Components

BES 10 Components

Jeff Holleran, Senior Director for Enterprise Product Management, erklärt, dass der neue Name für eine Konsolidierung aller Dienste gelten soll:

  • Mobile Device Management (MDM)
  • Sicherheit
  • Infrastruktur
  • App Management
  • Universal Device Service

Dabei vermeidet er zu erwähnen, dass dies auch schon mit „BlackBerry Mobile Fusion” möglich ist.

Da aber das neue BB OS 10 auf QNX basiert, kann die bisherige Administrationsoberfläche vielleicht nicht damit umgehen? Jedenfalls nutzt man die Gelegenheit, dass weniger als ein halbes Jahr alte Paket umzutaufen. Und es wird auch gleichzeitig um neue Funktionen ergänzt, die er aber nicht benennen kann.

Die Vermutung liegt nahe, wenn ein so junges Produkt wie Mobile Fusion plötzlich wieder verschwinden soll, dass die Nachfrage nicht besonders groß war und man mit dem neuen, vertrauteren Namen die IT-Abteilung nochmals adressieren möchte. Oder es ist wirklich so, dass man in den Verwirrnis-Dschungel aus ‚zig unterschiedlichen Namen ein einziges Produkt gießen will. Doch wieso dann „BlackBerry Enterprise Service”? Die Verwechslung mit „BlackBerry Enterprise Server” ist so frappierend nahe, dass die Namensgebung eher als ungeschickt bezeichnet werden kann…

Und die Liste der Geräte enthält als einzig neues Element die BlackBerry 10:

  • BlackBerry mit OS 7 und davor
  • BlackBerry-10-Geräte
  • BlackBerry PlayBook
  • iOS- und Android-Smartphones

Die bisherigen Namen “BlackBerry Mobile Fusion”, “BlackBerry Device Service” und “Universal Device Service” werden zugunsten eines einzigen Terms „BlackBerry Enterprise Service 10” auslaufen. Ebenso sollen die Services in absehbarer Zeit alle auf einem einzigen Server installierbar sein – sowohl virtuell als auch physisch und müssen sich nicht zwangsläufig im gleichen LAN-Netzwerk wie der Mailserver befinden. Für den Marktstart wird BES 5+ noch einen eigenen Server benötigen

Die bisherigen BES-Server sollen auch weiterhin unterstützt und mit neuen Updates gefüttert werden. So soll das 5.0.4 Update für den „BlackBerry Enterprise Server” (nicht verwechseln mit dem „BlackBerry Enterprise Service”!) noch in diesem Herbst eintreffen und auch für den Express Server wird es Mitte Herbst ein Update geben.

Was meint ihr: Wieso nennt man Mobile Fusion jetzt um? Macht das Sinn? Haltet ihr es für verwirrend wenn „Service” und „Server” wild durcheinander geworfen werden? Wir sind gespannt!

Posted by Macberry   @   3 September 2012

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2 Comments

Comments
Sep 3, 2012
10:34
#1 Andy :

IIch denke, das ist nur Marketing. Genauso wie BB10 anstatt BB 8 🙂

RIM hatte knapp ein Jahr nach Übernahme von Ubitexx (die das als eigenständiges Produkt verkauften, was nun der Universal Device Service ist), den Universal Device Service für Mobile Fusion ausgerollt. Wenn hier soviel Aufwand für die Integration notwendig war + Firmenübernahme für die Technologie zuvor, wie könnte RIM dann in einem halben Jahr Alles neu entwickeln? Es wäre auch Absurd im Februar/März 2012 ein Produkt wie Mobile Fusion zu launchen, um es einzustampfen.

Auch BB10 ist eine Weiterentwicklung des Playbook OS, auch wenn RIM das marketingmäßig gerne anders darstellt. Mag ja sein, daß ein neuerer QNX-Kernel drin ist und massig neue APIs, denoch sind das Alles Weiterentwicklungen, einer Neuentwicklung die RIM im September 2010 angekündigt hat. Oder glaubt wirklich Jemand, daß man erst 1,5 Jahre Entwicklungszeit für Tablet OS / Playbook OS einsetzt, Apps wie Native-e-mail – trotz aller Kritik – knapp Jahr nach Produktveröffentlichung launcht (also neu entwickelt hat) und parallel wieder etwas ganz Neues macht? Das wären ja dann drei Betriebssysteme + Apps gleichzeitig! Denn OS 7 wurde ja auch weiterentwickelt.

Währendessen OS 7/7.1 aber die Bestandskundschaft bedienen soll und später zumindest noch die Ermerging Markets, wird der Name „Playbook OS“ durch BB10 ersetzt. Die parallele (Weiter-)Entwicklung zweier OS macht Sinn, von Dreien aber nicht. Genauso macht es wenig Sinn drei Mobile Device Management Systeme (auch BES 5 ist ja sowas), (weiter) zu entwickeln.

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