Research in Motion hat seinen Hauptsitz in Waterloo, Kanada. Und wer Waterloo hört, denkt sofort an die vernichtende Schlacht bei Waterloo, bei der Napoleon Bonapartes verlor. (Es gibt natürlich noch mehr Städte mit Namen Waterloo.) Nicht unbedingt „vernichtend”, aber geschlagen muss sich auch RIM geben: Laut Bloomberg verliert die Marke BlackBerry ihren Topspot im eigenen Heimatland und zwar ausgerechnet an Apple. Im letzten Jahr seien 2,08 Millionen BlackBerrys nach Kanada verschifft worden, jedoch mehr als 2,85 Millionen Apple Geräte. Und da sieht Bloomberg zusammen mit IDC sofort einen Abstieg RIMs. Kann man diese Aussage so stehen lassen?
Nein, natürlich nicht. Beim Vergleich von reinen Zahlen sollten wir uns auch das Drumherum ansehen: Die Menge an verschifften, nicht verkauften Geräten, sagt noch nichts über die Präsenz und Marktverteilung aus. Außerdem ist Apple bekannt, Äpfel und Birnen, verzeiht, iPods und iPhones in einen Topf zu werfen, und auch beliebt, die Laptops mit hinein zu zählen. Die Vermutung liegt nahe, dass diese Zahlen unreflektiert auch bei Bloomberg auftauchen, denn von iPhones versus BlackBerrys ist in der Meldung nichts zu lesen. Eine Tabelle wäre hier sehr sinnig gewesen.
Die zweite Frage, die wir uns stellen müssen: Wie groß ist die Sättigung an Smartphones? Nokia zum Beispiel verkauft wenige Neugeräte, trotzdem sind mehr als 40% aller Smartphones in Benutzung von Nokia! Geht man von der Aussage Sascha Lekics aus, Manager der Businesssparte bei RIM, der sagt, dass BlackBerrys sehr haltbar und robust sind und teilweise noch eine Menge Monochrom-Display-BlackBerrys auf dem Markt sind, so wird klar, dass Apple vielleicht mehr Geräte verkauft, aber die Masse noch ihre alten BBs einsetzt. Bei 34 Millionen Kanadiern machen rund 3 Millionen verkaufte Apple-Geräte den Kohl nicht fett.
Als letztes gilt es zu untersuchen, was diese Zahlen überhaupt aussagen. Wir betrachten hier nur zwei Hersteller, inmitten von vielen, wie Samsung, Nokia, Motorola… Die Angabe, dass im Jahre 2008 RIM mehr als fünfmal so viel verkaufte, wie Apple, dass man in 2012 nur eine halbe Million mehr Geräte verkaufte als die Mitstreiter aus Cupertino ist natürlich nicht unwichtig, aber nur ein Stück von einem Ganzen. Im Gegensatz zu Apple-Käufern scheinen BlackBerry-User länger an ihren Geräten zu hängen, das bestätigt nicht nur die Aussage des RIM-Managers, sondern zeigen auch einige Studien im Internet, nach denen Apple-Besitzer regelmäßig das neueste iPhone besitzen müssen.
Deshalb: Ja, es ist unschön, wenn man im Heimatland weniger Geräte verkauft, als die Konkurrenz. Aber HTC zum Beispiel verkauft in Taiwan (23 Mio. Einwohner) garantiert weniger als in Deutschland und trotzdem ist man ganz vorne mit dabei. Solange RIM sich über Wasser hält, bis endlich die BlackBerry OS 10 Smartphones auf den Markt kommen, sehe ich da keine Schwierigkeiten einen vergleichsweise kleinen Absatzmarkt wie Kanada an die Konkurrenz zu verlieren, oder wie seht ihr das?
Nicht immer alles so schwarz sehen.Es kann alles nur besser werden.Destodrotz muss ich zugeben das RIM einiges verschlafen hat.Sie hätten schon viel früher 1-2 Jahren innovative Produkte anbieten müssen wie z.b.
1.Barren Handys mit 4/ 4.3 zoll
2.Slider Handy mit 4 zoll
( Hatte mal ne HTC TOUCH PRO 2 )
3.Playbook mit 10 zoll / Mit 3G
*Beim Auftakt des playbook hätten sie das 3G model miteinführen sollen.Sowie funktionen wie Email / Kontakte etc.
4.Bezahlmöglichten durch Praipadkarten/ Netzbetreiber.Ne gute alternative für die keine Kreditkarten, Praipadkreditkarten oder ne Paypalkonto haben.
Hallo P.Müschner,
Ad 1) Ja, das habe ich in der Eile übersehen. Danke für den Hinweis, ist im Text korrigiert.
„Typisches Fanboy Gelaber ohne Fakten bzw. Fakten zu ignorieren. …glaubt
ihr die haben wirklich 500.000 Tablets verkauft?”
Wir glauben nicht, dass 500.000 Tablets verkauft wurden, wir wissen es genau. Da RIM ein börsennotiertes Unternehmen ist, kannst Du hier: http://www.rim.com/investors/documents/pdf/financial/2012/Q1_FY2012_Financial_Information.pdf auf Seite 17 die Zahlen sehen. Die sind eindeutig nach Smartphones und Tablets aufgeschlüsselt. RIM hat einen Gewinn gegenüber dem Vorjahr gemacht, das besagen diese Zeilen:
Revenue for the first quarter of fiscal 2012 was $4.9 billion, an increase of $673 million, or 15.9%, from $4.2 billion in the first quarter of
fiscal 2011.
Ad 2) Was ist das für ein eindeutiges Signal, dass davon ausgeht? Die Analysten sprechen immer vom US-Markt, der so wichtig sei, diesmal ist es Kanada, das nächste mal Japan? In den USA leben ungefähr 10 mal so viele Menschen, wie in Kanada – hätte der Text darüber gesprochen, wäre dies durchaus ein besorgnis-erregendes Ereignis. Und wie im Text erwähnt, geht es nicht nur um die verkauften Stückzahlen, sondern auch um die Nutzerbasis. Der Bloomberg-Artikel zielt ja auf die Loyalität der Kunden ab, deshalb sei es auch so richtungweisend – oder wie verstehst Du das? Wer ist denn als Kunde loyaler: Einer der jedes neue Smartphone kauft oder das alte bis zum Kaputtgehen behält? Gar nicht so leicht, darauf eine Antwort zu finden. Rein finanziell ist natürlich der Käufer der bessere.
Ad 3) Ja, völlig richtig erkannt, RIM verliert Boden in fast allen Absatzmärkten. Das redet keiner schön, auch nicht dieser Artikel. Aber um das zu verdeutlichen: Nur weil ein Produkt im Land des Firmenhauptsitzes nicht die Nummer eins ist, heißt das nicht, dass die Firma jetzt am Abgrund steht. Genau diesen Eindruck versucht Bloomberg zu erwecken und genau das ist es, was ich eben nicht akzeptieren kann.
Die meisten werden mir wahrscheinlich zustimmen, wenn ich sage, dass RIM nur dann eine Chance hat, wenn sie bald ein BB OS 10 Gerät auf den Markt bringen. Um so länger es dauert, desto stärker sinken die Chancen, dass es nochmals einen Aufwärtstrend gibt. Da gibt es nichts schön zu reden. Ich bin kein Analyst, aber ich glaube, dass die BlackBerry-Services wie BES, BIS, BBM und weitere auch zu den großen CashCows gehören. Da kann vielleicht einer vom Fach etwas dazu beitragen.
An P.Müschner…
Dumm Fanboy gelaber , ha ha ha.Schon die wortwahl zeigt, das du abseits der realität lebst.Ab sicher doch,iphone’s sind die besten der welt..O:-)O:-).
Sage nur Geacaching- bug software übel,US- Kongress ermittelt gegen iOS-Entwickler wegen Adressklau, Apps die heimlich bilder in galerie abspeichern,keine Berechtigungshinweise der Apps.Dazu knauserig was der bezahlung der Storemitarbeiter.Gierig wie ein New Yorker Aktienhändler.Soll ich weiter zitieren.Schreib Tim Cook ne mail und schreib wie toll Apple die leute verarscht.
hm..
Warum ist bei euch immer eine Firma gleich am Ende wenn Sie nicht mehr ganz oben steht?
Ich meine BB macht noch immer Gewinn? – Ist das nicht erstmal das Primäreziel einer Firma.
Ich arbeite in einer Firma, die weit entfernt ist von den ganz großen Firmen? – Aber deswegen hat bei uns noch keiner gesagt das es bald zu Ende ist.
An der Spitze muss halt ab und zu sich mal sich was ändern..
Kann nicht eine Firma ewig Nummer eins sein.. Siehe Autobranche..
Nokia ist doch auch schon tod geglaubt, bloss weil Sie nicht mehr Nummer eins sind..
Apfel wird auch irgendwann mal ein Problem bekommen, dass Sie nicht mehr so ein “besondere Kultarke” sind und dann zu einer Marke wie Nokia vegetieren.. (Weil IPhone hat doch jeder..) Ich höre übrigens nur negative Nachrichten von Besitzern.. Samsung ist wohl besser zur Zeit..
Am Ende entscheidet eh nur wer die nächsten tolle “Erfindung” hat..
Abgesehen davon, dass ich mir kein Apfel kaufen würde wegen Ihres Hochmut..
- LTE nicht für Deutschland?? – Anscheind sind wir nicht wichtig genung..
Ich frage nur wie Apfel, dass hinbekommen hat, dass es bei jeden scheiss App gibt.. Versethe ich nicht muss irgendwie haufen Geld dafür bezahlt haben.. (Bsp. Zeit, Handelsblatt für ipad??) – Finde ich eine Quersubventionierung von Apfel..
Und ist doch wirklich echt scheiss egal ob ich in meiner Heimatstadt die nummer Eins bin…
Was hat das bei einem International argierenden Unternehmen zusagen??
20:51
Typisches Fanboy Gelaber ohne Fakten bzw. Fakten zu ignorieren. Könnte man ja auf einem Blackberry Blog akzeptieren, allerdings zeugt dies auch von schlechtem Journalismus.
Zu Punkt 1: Im ersten Absatz erwähnt Bloomberg ganz deutlich das iPhone. Die Daten von IDC anzuzweifeln deutet auf Unwissen oder Ignoranz hin. Wenn BlackBerry von Shipments redet werden auch alle Geräte einbezogen oder glaubt ihr die haben wirklich 500.000 Tablets verkauft?
Zu Punkt 2: Wenn man in Kanada weniger Smartphones verkauft als Apple ist das ein deutliches Signal. Was nützen da die alten Geräte von gestern?
Zu Punkt 3: Kanada ist einer von vielen Absatzmärkten auf denen BlackBerry verliert. Was gibt es da noch schön zu reden? In Deutschland sind die Zahlen nicht mal nennenswert aber das ist für den Verfasser wohl auch völlig ok.
Ihr solltet euch auf das wesentliche beschränken anstatt in Patriotismus auszubrechen. Das macht euch unglaubhaft.