Unter dem Begriff Massenspeicher versteht man eine Vielzahl von (meist) elektronischen Bauteilen, die dazu dienen, verschiedenste Mengen unterschiedlicher Daten(-typen) dauerhaft zu speichern. Ein Massenspeicher kann sowohl die gute alte Diskette, als auch eine Videokassette sowie deren Nachfolger CD, DVD bzw. BlueRayDisk sein. Ebenfalls fallen Flash basierte Medien(USB-Stick, SD-, CF-Karten, SSD-Festplatten etc.) sowie die herkömmlichen Festplatten unter den Begriff der Massenspeicher.
In aktuellen BlackBerrys kommen zwei Arten von Massenspeicher zur Verwendung: Zum einen der interne, also fest verbaute Gerätespeicher sowie zum anderen SD-Karten im Micro Format. Bei letzteren spricht man insofern im Übrigen von Wechseldatenträgern – Wie der Name bereits sagt, besteht der Unterschied also darin, dass der fest verbaute Speicher, und somit auch die auf ihm gespeicherten Daten, (physisch) unmittelbar mit dem Gerät verbunden ist, wohingegen der Wechseldatenträger zwischen verschiedenen Geräten ausgetauscht werden kann.
Dies ist zum einen dann interessant, wenn man mehrere BlackBerrys oder auch andere Geräte besitzt, diese jedoch häufiger wechselt. Anstatt nun seine gesamten Mediadateien (Bilder, Musik, Videos) stets auf beiden Geräte zu aktualisieren bzw. zu synchronisieren, hat man durch den Austausch einer einzigen SD-Karte zwischen mehreren Geräten stets den aktuellen Stand dabei. Neben der “frei” erweiterbaren Speichergröße (derzeit bis max. 32 GB – der Gerätespeicher im Bold 9900 beträgt hingegen “lediglich” 8 GB, im Torch 9860 nur 4 GB, von denen jeweils bereits bis zu 2 GB für systemtechnisch belegt sind) ist man vor allem bei einem defekten Gerät dankbar, eine SD-Karte genutzt zu haben, da diese sowie die auf ihr enthaltenen Daten in der Regel unbeschadet bleiben und einfach im Ersatzgerät weiter genutzt werden können.
Interessant ist an dieser Stelle noch die Frage, wie der Massenspeicher bei zukünftigen BB10 Geräten gelöst wird, verfügt doch bereits das Playbook lediglich über einen internen Speicher und besitzt keine Möglichkeit diesen zu erweitern. Ähnlich ist es bei Apple sowie einigen Android Geräten der Fall.
Sofern man die “Unterstützung der Medienkarte” aktiviert hat, steht deren Nutzung im BlackBerry nun nichts mehr im Wege. Das entsprechende Häkchen sollte gesetzt sein unter:
Menü – Einstellungen – Gerät – Speicher – Unterstützung von Medienkarte(BlackBerry OS 7.0/ 7.1).
Befindet sich eine SD-Karte im Gerät sollte sich nun noch im selben Fenster der Punkt “Medienkarte” öffnen. Von hier an kann man die Speicherkarte im BlackBerry nun nutzen, um beispielsweise bereits auf dieser befindliche Musik abzuspielen sowie Bilder oder Videos aufzunehmen bzw. anzuschauen. Hierzu ruft man nun einfach die entsprechenden Anwendungen: Musik, Bilder oder Videos im Medienmenü des BlackBerrys auf. Alle abspielbaren Dateien des jeweiligen Typs sollten nun bereits automatisch indexiert sein.
Da unsere BlackBerrys wahre Arbeitstiere sind, kann man natürlich auch E-Mail Anhänge (doc, pdf, etc.) nicht nur auf dem Gerät selbst speichern. Vielmehr erhält man bei eingelegter SD-Karte die Option, den Speicherplatz auszuwählen:
Durch Nutzng der Blackberry Desktop Software können verschiedene Medientypen auf ein per USB-Kabel verbundenes BlackBerry übertragen werden, wobei ich persönlich es der Übersicht halber bevorzuge, den Dateimanager (Explorer, Arbeitsplatz bzw. Finder) des jeweiligen PC-/Mac-Betriebssystems zu nutzen. Ob man nun jedoch lieber die Blackberry Desktop Software oder Drag & Drop per Dateimanager nutzt, bleibt schlussendlich Geschmackssache, man sollte jedoch darauf achten, den jeweils richtigen Ordner zu füllen. Bilder im Ordner “music” dürften das Gerät ebenso verwirren wie Musik im Ordner “Pictures”.
Achtung: Wer sich im Dateimanager unsicher ist, welches Laufwerk nun den BlackBerry internen und welches den Wechseldatenträger darstellt, seine Medien jedoch ausschließlich auf die SD-Karte schieben möchte, dem empfiehlt es sich, die micro SD-Karte über einen entsprechenden Adapter(s. Bild) ins SD-Fach am Notebook/PC selbst – sofern vorhanden – andernfalls in ein Kartenlesegerät zu stecken.