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Der Raspberry Pi als Ergänzung zu BlackBerry und PlayBook

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Durch die zunehmende Verbreitung von leistungsfähigen Smartphones und Tablets verlagern sich viele Anwendungen, die früher ausschließlich am PC erledigt wurden, auf die mobilen Geräte. Während aber insbesondere Windows-Systeme für nahezu jedes Problem eine Lösung bieten, ist es bei BlackBerry-Geräten noch nicht der Fall. Daher kann der kleine Rechner, der wenig Storm verbraucht, eine sinnvolle Ergänzung zu BlackBerry-Smartphones und dem PlayBook sein. In diesem Artikel möchten wir einige Grundlagen erläutern, auf die wir in zukünftigen Artikeln Bezug nehmen werden.

 

RaspberryPi Modell B+ vs. B

 

Der Raspberry Pi ist ein Einplatinen-Computer und besitzt wie die das PlayBook und die BlackBerry 10 – Geräte einen ARM-Prozessor. Auch andere Komponenten, wie beispielsweise die Nutzung einer Flash-Speicherkarte, ähneln einem aktuellen BlackBerry. Die Stromversorgung erfolgt zwar nicht per Akku, aber Euer BlackBerry-Ladegerät mit Micro-USB-Stecker kann zur Stromversorgung dienen. Für einen Bildschirm ist der HDMI-Anschluß vorgesehen. Alternativ auch Compsite Video / FBAS über Klinke. Die Tonausgabe erfolgt über eine 3,5″ Klinkenbuchse, an der Ihr – wie beim BB – Lautsprecher, Kopfhöhrer oder ähnliches anschließen könnt.

 

Entwickelt wurde der Raspberry Pi aber nicht als Ergänzung für Mobile Geräte, sondern als preiswertes Gerät für Schüler und Hobby-Tüftler.  Es soll an die Zeiten der Home-Computer anknüpfen, die Ende der 70er Jahre bis Anfang der 90er Jahre in interessierten Haushalten und, insbesondere auch auf Schreibtischen in den Jugendzimmern, standen. Deren Bedienung beim Benutzer ein grundlegendes Verständnis des Computers erforderten und zum Basteln und Programmieren animierten. Und da man an Universitäten in Großbritanien vor einigen Jahren feststellte, daß die IT-Kenntnisse der angehenden Studenten stetig nachgelassen hat, wurde eine Stiftung gegründet, die einen sehr günstigen Computer entwickelte: Den Raspberry Pi.

 

Der Name ist ein Kunstwort und erinnert bei Übersetzung ins Deutsche an Himbeerkuchen. Das ist sicherlich auch so gewollt, aber tatsächlich steht das Pi für Python Interpreter. Python ist eine verbreitete Skriptsprache und soll auf dem Raspberry Pi einen Einstieg in die Programmierung bieten. Neben Phyton kann der Raspberry Pi aber auch in anderen Programmiersprachen entwickelt werden.

 

Ziel bei der Entwicklung des Raspberry Pi war und ist es, einen extrem preiswerten Computer anzubieten, der einerseits Möglichkeiten bietet, sich mit dem Betriebssystem und der Programmierung zu beschäftigen, aber gleichzeitig Einblicke in die Hardware zu bieten – und zum Basteln und Probieren anzuregen.

 

Einen ersten Einblick in die Hardware, die Ihr beispielsweise bei Amazon erhaltet, bekommt Ihr normalerweise sofort nach dem auspacken. Denn ein Raspberry Pi wird standardmäßig ohne Gehäuse geliefert. Ihr bekommt eine Platine, auf der sich zwar bereits viele Komponenten, wie Prozessor, RAM (nicht erweiterbar), USB-, Monitor und Sound-Anschlüsse befinden, aber ein Massenspeicher ist nicht verbaut. Dazu verwendet Ihr eine handelsübliche SD-Karte mit Minimum 2 GB – besser 8 GB oder mehr. Während eine SD-Karte für das Betriebssystem zwingend erforderlich ist, könnt Ihr über USB auch weitere Speichermedien, wie beispielsweise externe USB-Festplatten anschließen. Außerdem besitzt der Raspperry Pi, den wir vereinfacht im folgenden auch mit RPi abkürzen werden, über GPIO-Anschlüsse. Für diese Anschlüsse existieren entsprechende Erweiterungskomponenten. Beispielsweise LED’s, Sensoren, Touchscreen usw. Die GPIO-Schnittstelle ist frei programmierbar.

 

Trotz der einfachen Hardware – es handelt sich lediglich um einen mit 700 MHz getakteten ARM-Prozessor mit 256 MB bzw. 512 MB RAM – ist ein Raspberry Pi bei Nerds beliebt. Denn er bietet eine extrem kostengünstige und auch stromsparende Möglichkeit, Server-Funktionen vom heimischen PC oder dedizierten Geräten für das Heimkino und Heimautomation auszulagern.

 

Wir werden in den nächsten Artikeln Lösungen vorstellen, die Ihr in Zusammenhang mit Eurem BlackBerry-Smartphone und dem PlayBook-Tablet nutzen könnt. Programmierkenntnisse sind nicht erforderlich, aber ein gewisses technisches Verständnis und Interesse muß bestehen. Und Geduld solltet Ihr auch besitzen, denn ein Raspberry Pi ist nicht auf Leistung ausgelegt. Ansonsten solltet Ihr lieber zu fertigen Lösungen greifen.

 

Als Hardware kommt bei uns der Raspberry Pi Modell B (512 MB RAM, Ethernet-Port) und eine 8 GB SD-Karte zum Einsatz. Als Stromquelle dient ein PlayBook-Ladegerät mit 2A (gelber Stecker). Je nach Anwendungsfall kommt noch ein USB-Adapter und/oder ein WiFi-Adapter hinzu. Aber das werden wir dann im entsprechenden Artikel erwähnen. Wer den RPi nicht wie wir, primär per Ethernet-Kabel anschließen will, kommt um die Anschaffung eines WiFi-Adapters jedoch nicht herum. Bei Amazon hat der EDIMAX EW-7811UN gute Rezessionen auch in Bezug auf einen Einsatz mit einem Raspberry Pi bekommen. Zumindest zur Ersteinrichtung benötigt Ihr eine Anschlußmöglichkeit für einen Bildschirm per HDMI (Adapter von HDMI auf DVI oder VGA können auf Monitorseite genutzt werden) und eine USB-Tastatur und USB-Maus.

 

Da das Raspberry Pi bei uns als Ergänzung zu Smartphone und Tablet konfiguriert wird, läuft es im wesentlichen headless, d.h. ohne Bildschirm/Tastatur/Maus. Ein Gehäuse haben wir ihm auch spendiert, aber das ist nur von Belang, wenn das Gerät schließlich dauerhaft aufgebaut bleibt.

 

Also bleibt dabei und laßt Euch überraschen. 🙂

 

 

 

Bildquelle: Raspberrypi.org

 

Posted by Andy   @   26 Oktober 2014

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4 Comments

Comments
Okt 27, 2014
08:37
#1 Andi :

Sehr gute Idee! Find ich wirklich gut!
Bin Selst ein Raspi-Fan und über BB brauchen wir hier ja gar nicht zu reden 😉
Freu mich schon und bin gespannt!

Gruß Andi

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