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Support-Ende PlayBook OS – Was nun, BlackBerry?

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BlackBerry hatte Mitte März nochmal die Bridge für BlackBerrry 10 aktualisiert und Ende März gab es das PlayBook OS – Update auf Version 2.1.0.1917. Im April lief allerdings dann der Support für das PlayBook OS 2.x aus, nachdem im Dezember zuvor Tablet OS 1.0 an der Reihe war. Was bedeutet das genau und wie stellt sich BlackBerry die Zukunft Ihres Engagements im Tablet-Markt vor?

 

End of Support PlayBook OS

 

 

Das PlayBook war am 19. April diesen Jahres bereits drei Jahre am Markt. Zumindest in den WiFi-only-Versionen in den USA. In Deutschland kam es am 14. Juni 2011 – zusammen mit dem Update auf Tablet OS 1.0.5 – in den Verand. Das PlayBook 4G LTE war dann seit Anfang August 2012 zusammen mit PlayBook OS 2.0.1.668 bei kanadischen Mobilfunkanbietern erhältlich und in der Variante PlayBook 3G+ seit Ende September 2012 auch in Großbritannien und bei uns in Deutschland.

 

Wenn man ein Tablet aufgrund der Software eher zu einem Mobilfunkgerät zählt und daher die hierzulande üblichen Laufzeiten von Mobilfunkverträgen von 24 Monaten als Grundlage nimmt, ist der Schritt für die WiFi-only-Variante grundsätzlich nachvollziehbar. Für das OS des PlayBook 3G+ sollten wir aber noch mindestens weitere 5 Monate Software-Pflege erwarten dürfen. Insbesondere da das PlayBook 3G+ damals nicht etwa zu einem Ramsch-Preis auf dem Markt kam, zu dem die WiFi-only-Varianten zu diesem Zeitpunkt schon ein guten Dreivierteljahr – aufgrund hoher Lagerbestände – bereits verschleudert wurden, sondern es wurde (wieder) ein Preis oberhalb der 500 Euro Marke dafür fällig. Dafür sollte man unserer Ansicht nach mindestens 24 Monate Software-Wartung bekommen.

 

Unprofessionell ist weiter, daß das Support-Ende klammheimlich  erwähnt wurde. Anfang April fiel der Community im BlackBerry Software Support Life Cycle auf, daß dort ein Supportende von PlayBook OS 2.0.x und 2.1.x für den April 2014 genannt wird. Als wir Ende Januar diesen Jahres über das Support-Ende von BlackBerry OS5 + OS6 sowie den Live Messenger berichteten, stand auf dieser Seite aber noch nichts von PlayBook OS 2.x!

 

PlayBook’s sind in verschiedenen professionellen Umgebungen im Einsatz: Bei der Polizei, in einer nordamerikanischen Restaurant-Kette, bei einem deutschen Stromversorger und in der Verwaltung einer deutschen Großstadt.

 

Für das „erste professionelle Tablet der Welt“, wie es vom Hersteller beworben wurde, wird also nicht einmal professionell abgekündigt. Und das, obwohl BlackBerry sich wieder auf Business-Kunden konzentrieren will. Welches Signal man damit Business-Kunden in Bezug auf Planbarkeit und Verläßlichkeit des Herstellers von BlackBerry 10 gibt, dürft Ihr für Euch bewerten. 😉 Aber nur soviel, im PC-Markt wird Business-Kunden ein Support-Ende deutlich früher angekündigt, da je Einsatzfeld unternehmenskritische Prozesse davon betroffen sein können, die nicht von heute auf morgen umgestellt werden können.

 

Der aufmerksame Leser hat sicherlich bemerkt, daß wir „grundsätzlich“ das Support-Ende nachvollziehen können. Allerdings gibt es auch für die WiFi-only-Tablets noch Dinge, die versprochen, aber nie erfüllt wurden. Man denke an die USB-Host-Funktion, die im Anfang April 2011 per Twitter in Aussicht gestellt wurde, und damit letzten endlich jeden Käufer eines PlayBooks betreffen. Oder der im Herbst 2011 versprochene BBM, der bis heute nicht geliefert wurde. Schade, daß man darauf kein Rückgaberecht ableiten kann, wenn man sich darauf berufen würde, daß man aufgrund dieser Aussagen gekauft hat. Wir wüßten dann viele PlayBook‘s, die dann erstattet werden müßten…

 

Was bedeutet das Support-Ende denn nun konkret für die Praxis? Es wird keine Software-Updates mehr für das PlayBook OS geben. Das Versprechen für das  Nachfolgesystem – BlackBerry 10 – wurde ja bereits vor einem knappen Jahr zurückgenommen. Das heißt auch keine Sicherheits-Updates mehr für den Flash Player. Flash war ein Verkaufsargument vom Hersteller für das PlayBook. Und nochmal zur Erinnerung, das Support-Ende bezieht sich auch auf die noch gar nicht so alten Geräte PlayBook 4G LTE und 3G+. Na ja, zur Not kann man Flash im Browser deaktivieren, um wenigstens auf der sicheren Seite zu sein. Für ein 500+ Euro – Tablet für das PlayBook 3G+ aber derzeit nicht akzeptabel.

 

Und wie stellt sich BlackBerry das nun eigentlich vor? Daß die ursprüngliche Aussage vom ehemaligen CEO Heins im Sinne von „In 5 Jahren werden keine Tablets mehr verkauft“ so vielleicht nicht zutreffen wird und außerdem heute Bedarf besteht und damit Geld verdient werden kann, das scheint auch der heutige CEO Chen erkannt zu haben. Doch was soll ein potentieller Kunde denn nun kaufen, wenn er ein Tablet wünscht?

 

Wir bekommen immer wieder Anfragen von Nutzern, die auf ein BlackBerry 10 – Smartphone umgestiegen und begeistert sind. Und nun wünschen sie ein Tablet. Am besten aus demselben Ökosystem und derselben Bedieneroberfläche. Bislang gab es wenigstens das PlayBook, das zwar einen älteren Software-Stand des QNX-Systems hatte, aber ebenfalls begeisterte.

 

Was sollen BlackBerry 10 – Anwender, insbesondere aus dem Business denn nun kaufen? Will BlackBerry sie Erfahrungen mit anderen Systemen, wie Android, Windows RT und iOS sammeln lassen? Auch auf die Gefahr hin, daß sie sich daran gewöhnen und dann auch als nächstes Smartphone ein Gerät dieses – nicht BB- – Ökosystems wünschen? Gerade im Business-Umfeld werden basierend auf einer solchen Richtungsentscheidung interne Apps entwickelt, die dann bei einem späteren Wechsel auf ein etwaiges neues BlackBerry Tablet nicht mehr funktionieren dürften.

 

Da bringt es auch nichts, daß verschiedene Manager von BlackBerry Hin und Wieder erwähnen, daß sie sich ein neues BlackBerry Tablet vorstellen können. Zum einen wird jeder Manager, der sich von einem Markt Profit verspricht, auf Anfrage zumindest erzählen, daß man es prüft, zum anderen besteht der Bedarf für ein Tablet bereits heute. Und heute hat BlackBerry dafür nichts anzubieten.

 

Was meint Ihr dazu? Wechselt Ihr? Wartet Ihr ab? Oder benötigt Ihr gar kein Tablet?

 

Posted by Andy   @   2 Mai 2014
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9 Comments

Comments
Mai 3, 2014
01:59
#1 BBQ :

Es ist eine absolute Schande. Ich sag nur: Wer nicht will, der hat schon. Bedenkt man, wie perfekt der Ansatz war – ein Smartphone und ein Tablet welches in besonderer Weise miteinander, hätte zu einer Einheit verbunden werden können – dann verstehe ich hier an dieser Stelle absolut nicht, was die ach doch so schlauen Köpfe und hier ganz besonders der Heinz sich so vorstellte. Jedoch war das, wie ja auch bekannt sicherlich nichts Wegweisendes.

Schau ich mir hier die andere Obstfraktion an so stellt sich doch zumindest an deren Marktanteil heraus das viele hier etwas gefunden haben, was sie toll finden. Und hier mal in aller Deutlichkeit: Es braucht ein Smartphone, ein Tablet – ein Design – und dazu die vollständige Einbindung aller, deren Kommunikation untereinander und mit einem Rechner, der muss jedoch nicht die Beere als Logo tragen.

Wenn ich hier die ganzen tollen Eigenschaften von BB aufzähle und im Gegensatz dazu alles was nicht funktioniert so weiß ich nicht, was überwiegen wird. Fakt ist: Ich habe jede Menge teures Spielzeug und das ist es in der Tat denn mit meinem PlayBook spiele ich wenn überhaupt nur noch und ist selbst als Schneidebrett nicht zu gebrauchen, da ich selbst beim Zwiebelschneiden feststelle, das es zu klein ist.

Ich denke das Leben ist zu kurz, um zu warten und der Job geht auch weiter – also werde ich wohl oder übel zwangsläufig nach einer anderen Lösung suchen, wahrscheinlich nur keine finden, die mir gefällt – denn mein BB-Smartphone möchte ich nicht missen.

Schade, sehr sehr schade. Und ganz besonders das niemand mal auf die Idee kommt es perfekt zu machen – oder nahezu – oder es nur zu wollen – denn andere machen es einem ja schon vor…

100 Millionen Fliegen können nicht irren – ist aber nur so ein Spruch!

Mrz 20, 2016
20:32
#2 Nalic :

Was soll man sagen?
Ich habe mein Playbook wirklich geliebt. Ich konnte so alles damit machen. Ich finde es nur alles sehr schade. In meinen Augen ist es ganz deutlich eine Fehlentscheidung sich vom Tabletmarkt zu entfernen.Ich kann mit dem Playbook leider nichts mehr anfangen, es läuft nicht mehr so gut wie am Anfang und Updates gibt es auch keine mehr. Ich werde mir ein neues Tablet kaufen von einen anderen Hersteller. Der Tabletmarkt wird noch lange weiter gehen. Ein Tablet ist genau das Gerät was die Lücke zwischen Smartphone und PC schliesst. Ich hoffe das Blackberry wieder ein neues gutes Tablet auf dem Markt bringt

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