Der Prototyp eines QNX-gesteuerten Autos könnte nicht verlockender sein: Ein Porsche Carrera mit QNX Car 2 System. QNX Car 2, das bedeutet eine stabile Platform, die nebenbei perfekt mit dem BlackBerry harmoniert. Im neuen Prototypen findet der Technikfreak alles, was man sich unterwegs wünschen könnte: NFC-Bluetooth-Pairing, Tablet-Entertainment-System für die “hinteren Reihen” und HD-Spracherkennung, sowie HD-Telefonate. Weitere Goodies werden von Drittanbietern beigesteuert.
Immer mehr Smartphones setzen auf NFC und auch RIM bietet schon seit längerem NFC-Unterstützung, die man zukünftig für Einkäufe nutzen kann (BlackBerrys wurden heute auch für „Visa payWave“ zertifiziert), um die Türe aufzuschließen oder einfach nur um seinen BlackBerry mit dem Auto zu koppeln. Im Prototypen für QNX Car 2 tippt man nur sein Handy auf die Armatur und schon sind beide miteinander verbunden.
Manche Menschen können im Auto nicht hinten sitzen, weil ihnen sonst schlecht wird. Doch alle anderen werden sich über das Tablet-Entertainment-System freuen: In den Kopfstützen von Fahrer und Beifahrer sind zwei Playbooks integriert, mit denen man zum Beispiel „Need for Speed“ zocken kann und den Fahrer ziemlich alt aussehen läßt. Der Sound wird wahlweise auch über das Audiosystem des Autos wiedergegeben werden. Dieses unterstützt Klangqualitäten bis zu 48kHz (abhängig von den verbauten Lautsprechern!) und soll auch gleichzeitig für bessere Sprachverständlichkeit beim Telefonieren sorgen. Technisch ist das zwar möglich, doch die Mobilfunkbetreiber übertragen Telefonate meist in niedrigerer Qualität.
Was lange nur Spezialagenten vorbehalten war, wird nun endlich auch im Auto Wirklichkeit: Sprachbedienung und modernste Technik. Dafür implementiert Vlingo seine Sprache-zu-Text-Erkennung und der amerikanische Mobilfunkanbieter AT&T spendiert „”Watsonsm“, eine Sprachverarbeitungssoftware. Sobald das Auto mit dem BlackBerry gekoppelt ist, überprüft es den Terminplaner und kann, wenn Staus auf dem Weg sind oder man sich anderweitig verspätet hat, automatisch den Kontakt über die Verspätung informieren – so weiß der Chef immer, wenn man zu spät eintrudelt..
Dazu kommt „Poynt“, ein Location Based Service, der alle Geschäfte in der Umgebung kennt und seinen Fahrer über die neuesten Angebote informiert. Auf dem Autodisplay lassen sich natürlich noch mehr Dienste anzeigen, wie zum Beispiel das Wetter oder Internet-Streaming-Radios wie Pandora, NoBex, Slacker und TuneIn.
QNX Car 2 setzt auf HTML5, was bedeutet, dass man damit nicht nur im Internet surfen kann (vorausgesetzt die Autohersteller erlauben das und fürchten keine Viren), sondern auch, dass jeder halbwegs begabte Programmierer spielend leicht neue Apps für das Bordsystem des Autos entwickeln kann. Sobald das Auto dann von selbst lenkt, surft man im Internet surfen und checkt seine Emails.
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