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RIM + Scoreloop = mehr Apps!

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RIM kaufte Scoreloop ein und erschließt sich damit die Welt des Multiplayer-Gamings. Marc Grumpinger war bei Gründerszene im Interview und erzählt wie es dazu kam.

Scoreloop wurde vor kurzem von Research In Motion aufgekauft. Wenn ihr nur ein fragendes Achselzucken dafür übrig habt, befindet ihr euch in bester Gesellschaft, nur wenige haben mit Scoreloop je zu tun gehabt. Und dann wiederum sind es mehr als 115 Millionen, auch viele unserer Leser, die Scoreloop täglich einsetzen. Neugierig? MacBerry verrät euch was dahinter steckt.

Scoreloop wurde für 71 Millionen an RIM verkauft und gehört damit zu einem der gewinnbringendsten in der deutschen Szene. Scoreloop beschreibt sich als „Mobile-Social-Gaming-Plattform“ und macht nichts anderes, als eine grundlegende Technik bereitzustellen, mithilfe derer, jedes Spiel um einen Multiplayer-Modus erweitert werden kann. Marc Gumpinger, CEO und jetzt als Senior Director zuständig für die Gaming Platform berichtet, wie alles begann. Wie er mit zwei anderen Partnern 2008 die Firma aus dem Boden stampfte und zufällig entdeckte, dass zwei weitere Firmen in San Francisco zeitgleich auf die gleiche Idee kamen. Im Triumvirat erschufen sie eine „neue Kategorie im Mobile-Gaming“ Markt, wie er es ausdrückt.

PlayBook Scroreloop

Und der Erfolg gab ihnen Recht: 2011, nicht mal ganz drei Jahre später, übernahm RIM Scoreloop für 71 millionen und auch die zwei amerikanischen Unternehmen wurden in andere Firmen integriert. Seine Begründung für den Erfolg, sieht er im sozialen Faktor:

„alleine zu spielen ist [...] gänzlich unnatürlich. [...]Da die Integration von “anderen” in ein Spiel auf mobilen Geräten jedoch technisch recht komplex ist und nicht zu den Kernkompetenzen der Spieleentwickler gehört, lizenzieren sie lieber unsere Technologie. Das ist die Einfachheit. Diese Kombination aus riesigem Markt und einfachem Case hat Scoreloop innerhalb von zwei Jahren auf 115 Millionen User katapultiert. Kaum ein anderes Unternehmen in Europa ist dermaßen schnell gewachsen und hat derart viele User.“

Warum gerade RIM den Zuschlag erhielt, war keineswegs ein Zufall für den ehemaligen Venture Capitalist, denn viele klopften mit Geld in der Hand an die Türe. Trotz verlockender Angebote, war man zuerst gar nicht an einem Verkauf interessiert, denn es gab „gar keinen Grund dazu“. Doch in RIM sah Grumpinger großes Potenzial. Research In Motion stellt die gesamte Infrastruktur zur Verfügung, die Dienste, das Betriebssystem, die Hardware, steht in direkten Verhandlungen mit den Carriern, hält eine Unmenge an Patenten und wird zu den „drei bis vier relevanten Playern in diesem Markt“ gehören. Da hieß es dann wohl zuschlagen.

Wenn es wirklich so leicht ist, Multi-Player-Spiele zu erschaffen und RIM nun eines der drei wichtigen Unternehmen besitzt, dann haben die Kanadier ein wichtiges Asset an Land gezogen. Sie könnten Scoreloop direkt ins Betriebssystem integrieren und die Schnittstellen den BlackBerry-Programmieren kostenlos zur Verfügung stellen. Sie könnten es an externe Spielefirmen und kleinere Programmierer lizenzieren und damit Gewinn machen. Alles Gründe, die die Attraktivität des BlackBerry OS steigern und Entwickler in die App World treiben. Wie immer bleibt es spannend bei RIM.

Das gesamte Interview mit Marc Grumpinger könnt ihr hier lesen.

Posted by Macberry   @   21 Februar 2012

 

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