BlackBerry steckt ein wenig in der Krise, man hat zwar noch Kapital auf der hohen Kante, doch die Anleger werden zusehends nervöser. Die letzte Meldung, das neue Betriebssystem auf QNX-Basis verspäte sich, sorgte für wilde Spekulationen. Lazaridis und Balsillie sollen angeblich ihre beiden Sessel für Barbara Stymiest räumen. Nun meldet sich Peter Misek von Jefferies & Co zu Wort, ein Mitarbeiter einer Investmentfirma (das sind die Brüder der Ratingagenturen…). Laut Misek ist die RIM-Aktie durchaus noch mit einem “Hold” zu bewerten, da Stymiest mit aller Wahrscheinlichkeit die Führung übernehmen, Kosten einsparen und weitere Partnerschaften eingehen wird, so zumindest prophezeien es seine Quellen.
Misek glaubt außerdem, dass RIM bereits „Vorbereitungen zur Lizenzierung seiner BlackBerry Software“ getroffen hat, „es aber dauert, bis sich dieser Schritt auszahlt“. Im genauen Wortlaut sagte er:
Wir glauben manches davon [die Lizenzierung] hat bereits begonnen und RIM wird sehr wahrscheinlich damit einverstanden sein, sein BlackBerry 10 an Samsung, HTC und vielleicht auch andere zu lizenzieren. Das würde bei der Anhäufung einer kritischen Masse für das Ökosystem helfen und RIMs monatliche Serviceeinnahmen erhalten. Auf kurze Sicht erhöht das alllerdings den Druck auf das Hardwaregeschäft. Langfristig könnte es die Menschen an das RIM Ökosystem binden und sogar dafür sorgen, dass mehr BB 10 Smartphones verkauft werden – sollten sie in der Lage sein, ansprechende Geräte zu entwerfen.
Bisher sind das alles nur Gerüchte: Stymiest hat den Posten noch nicht übernommen, Samsung und HTC haben sich noch nicht dazu geäußert und Misek ist noch kein Millionär. (Wieso arbeiten Investmentbanker als Angestellte, wenn sie den Aktienmarkt so gut vorhersehen können?!)
Rational betrachtet, ist die Überlegung sowohl interessant, wie auch logisch: Sowohl Samsung als auch HTC bieten mit verschiedenen Geräten (Samsung Galaxy Duos, HTC ChaCha) BlackBerry-ähnliche Smartphones an. Beide Firmen besitzen genug Kapital, um Programmierer für BlackBerry 10 einzustellen. Und sieht man sich an, was Nokia in nur acht Monaten auf die Beine gestellt hat, als man von Symbian auf Windows Phone 7 umgestiegen ist, dann wäre ein Samsung mit BB 10 durchaus denkbar bis zum Ende des Jahres. Fragt sich nur, ob Samsung oder HTC neben Android und Windows Phone 7 auch noch auf den BlackBerry-Zug aufspringen wollen.
Was meint ihr, lohnt sich das? Sollte RIM das tun oder schaufeln sie sich damit ihr eigenes Grab?
Via Barron’s.
Ich glaube es wäre ein großer Schritt zur weiteren Entwicklung von Apps für bb, denn der mangelnde Fortschritt bei den Apps macht mir Sorgen.
17:45
tja, gute frage…. ich persönlich fände es schade, wenn bb dies überhaupt tun muss und andere schon etablierte marken, die software benutzt, ich glaube eher, das htc und samsung noch mehr geräte verkaufen als bb.
ich meine das bold 9900 ist schon schön, jedoch ist der bildschirm zum bb 9780 einfach nur farblos und nicht sehr schön von der farbwiedergabe, apple hat da deutlich mehr qualität, sowie samsung und htc. nicht dass ich das iphone gut finde :) ich bin ja auch
überzeugter bb 9780 user, nur die qualität des akkus und die qualität des bildschirms
vom bb 9900 werden mich es nicht kaufen lassen und ich warte lieber auf das neue bold, was bestimmt auch bald kommen wird.
kommen muss, denn sonst wird bb gezwungen sein diesen deal evtl. einzugehen und das kann bitter werden.
bb muss, um marktfähig zu bleiben, was wirklich consumer orientiertes entwickeln, sozusagen einen kleinen schritt weg vom business man und einen schritt hin zum 17jährigen user, wenn bb dieser spagat gut gelingt, sehe ich eine große chance.
ich persönlich wünsche es mir und drücke rim die daumen, denn ich werde mir außer bb kein anderes handy mehr kaufen, auch nicht wenn die software auf htc oder samsung laufen wird, original ist original.
bb forever!