In den vergangenen Wochen ist es für Kritiker und Marktbeobachter Mode geworden, entweder Nachrufe auf Research in Motion als einen gescheiterten Pionier zu halten oder das Management zu verteufeln, dass es das Unternehmen nicht stückweise verkauft.Als President and CEO von RIM verstehe ich den Ärger und die Ungeduld der RIM-Aktionäre und ihre Begierde zu erleben, wie das Unternehmen damit startet, die unterschwelligen Werte von RIM an die Oberfläche zu bringen. Aber wir denken nicht, dass RIM ein Unternehmen ist, das am Ende ist. Auch sind die gegenwärtigen Herausforderungen für RIM kein Hinweis darauf, dass Kanada ein größeres Problem damit hat, auf Dauer erfolgreiche Technologieunternehmen vorweisen zu können.Technologie, und ganz besonders das Mobile Computing, ist eine global dynamische Branche, in der die Wahrscheinlichkeit für Innovationen in Waterloo ebenso wahrscheinlich ist wie in Seoul, Palo Alto oder Stockholm.

Thorsten Heins
Eher denken wir, dass RIM ein Unternehmen am Anfang einer Übergangsphase ist, von der wir erwarten, dass sie wieder einmal die Art verändern wird, in der Menschen miteinanander kommunizieren. … Mit BlackBerry hat RIM den Rahmen geschaffen, der den Menschen einen Vorgeschmack für ein ungebundenes, doch völlig vernetztes Leben gegeben hat.Wenn wir uns darauf vorbereiten, unsere neue mobile Plattform, BlackBerry 10, im ersten Quartal des neuen Jahres zu starten, erwarten wir, dass wir den Menschen Fähigkeiten in die Hand geben, die sie nie zuvor hatten. BlackBerry 10 wird die Nutzer nicht nur miteinander verbinden, sondern auch mit Embedded Systems, die ständig im Hintergrund des Alltagslebens laufen – von Parkuhren und Computern im Auto bis zu Kreditkartenlesern und Fahrkartenschaltern.
Das sind große Versprechungen, ich weiß; und einige zweifeln, ob RIM sie einlösen kann. Ich bin der erste, der zugibt, dass RIM wichtige Trends in der Smartphone-Branche verpasst hat – besonders im Verbrauchermarkt, als sich das Unternehmen auf seine zentrales System erfolgreicher Produkte und Dienste konzentriert hat. Wir arbeite sorgfältig an BlackBerry 10, um eine überzeugende Erfahrung für unsere treuen Unternehmenskunden und Verbraucher zu schaffen. Da wir ein einem sehr wettbewerbsintensiven und ständig sich verändernden Markt unterwegs sind, profitieren die Kunden von diesem Wettbewerb und der ständigen Innovation.
Während dieser Markt wächst und mehr Menschen in mehr Ländern einschließt, gibt es mehr Platz für Alternativen – und das ist wirklich notwendig. Das erleben wir jede Woche mit unserer Entwicklergemeinde, die rund um die Welt an ausverkauften BlackBerry 10 Developer-Sessions teilnimmt, um unsere Plattform und unser Ökosystem in Schwung zu bringen, um Neues und Innovatives für ihre Communities zu schaffen. Deswegen hat RIM eine Strategie gewählt, die die homogenisierte Gleichartigkeit konkurrierender Ökosysteme vermeidet. Um bei dieser Aufgabe zu helfen, haben wir das Management-Team neu geformt und Veteranen der Telekommunikationsbranche engagiert, die bereits Erfolge nachweisen können.
Innovation ist nie einfach und selten wird sie verstanden – aber sie ist aufregend.

In diesem Punkt ist einiges, was ich lese und höre, nachdenklich und einsichtig. Einiges ist offen gesagt aber einfach falsch. Aber die Tatsachen zu den Geschäften von RIM g’eben Grund zur Überzeugung, dass wir erfolgreich sein können – selbst wenn wir schmerzliche, aber notwendige Schritte ergreifen, um unsere Kräfte zu bündeln und eine schlanke und flotte Organisation zu erreichten, die sich darauf konzentriert, BlackBerry 10 in den Markt zu bringen.
Während einige Kritiker am Nachruf auf RIM schreiben’, ist die globale Kundenbasis weiter am Wachsen, auf mehr als 78 Millionen Menschen in 175 Ländern. In manchen dieser Länder, darunter einige der weltweit am schnellsten wachsenden Märkte – ist RIM an der Spitze des Smartphone-Geschäfts; und in einigen sind RIM-Geräte auf den ersten drei Plätzen. Wir unterhalten Beziehungen zu 650 Netzbetreibern rund um den Globus; die Zuverlässigkeit und Sicherheit von RIM machen ’es für zahllose Regierungsbehörden zur ersten Wahl. Das erklärt auch zum Teil, warum mehr als 90 Prozent der Fortune-500-Unternehmen BlackBerry einsetzen.

Mit BlackBerry 10 effizienter arbeiten
RIM ist schuldenfrei. Das Unternehmen hat auch mehr als 2 Milliarden Dollar an Barbeständen und hat im ersten Quartal einen Cash-Flow von 710 Millionen Dollar erzeugt.Gleichzeitig unternimmt RIM eine Erneuerung seiner Unternehmensstruktur, von der wir erwarten, dass sie die jährlichen Betriebskosten bis Ende des Finanzjahrs um mehr als eine Milliarde Dollar verringert. Leider macht dies nötig, dass wir eine viel fokussiertere und kleinere Organisation werden.
Das sind nur die Schritte, die wir jetzt mitteilen. Wie berichtet wurde, hat RIM auswärtige Berater engagiert, die mir und anderen Mitgliedern der Geschäftsleitung dabei helfen, auf neue Weise über das Geschäft nachzudenken und eine Reihe von Alternativen zu erkunden, die unsere Kernstärken nutzen und auf der Marke BlackBerry aufbauen.
Als ich vor mehr als sechs Monaten CEO wurde, wusste ich, dass dies eine schwierige und herausfordernde Aufgabe sein würde. RIM war und bleibt an einem kritischen Punkt seiner Geschichte. Als Reaktion auf unsere harten Quartalsergebnisse in der vergangenen Wochen, haben unsere Mitarbeiter tausende von E-mails aus aller Welt von Kunden, Netzbetreiber-Partnern, Entwicklern, Familienangehörigen, Freunden und Nachbarn bekommen, die ihre Unterstützung und Loyalität für BlackBerry zum Ausdruck gebracht haben. Sie sind – wie viele von uns – BlackBerry-Leute aus Überzeugung.
Das hat mir vor Augen geführt, wie viele Chancen und Versprechungen bei RIM liegen, und wie viel von dem, was BlackBerry besonders macht, von unserem Status als ein Unternehmen aus einer kanadischen Kleinstadt herrührt. Einige von uns haben noch nie den Weg nach Waterloo geschafft, die Software oder die Geräte noch nicht gesehen und berührt. Und doch sind Entwickler in aller Welt zunehmend begeistert über die Möglichkeiten, die BlackBerry 10 bietet. Sie erkennen, dass Innovation ein Kernprinzip bleibt, das zurückreicht bis zu den frühen Tagen von RIM über einem kleinen Bäckerladen.
Thorsten Heins ist Vorstandsvorsitzender von Research In Motion Ltd.
Die große Frage ist nun: Werden die Kunden, Fans Partner, Mobilfunkanbieter RIM die nötige Zeit geben, um das Konzept umzusetzen? Im Interview hat er viele wichtige Punkte recht gut dargestellt. Wie denkt Ihr darüber, schreibt uns Eure Meinung in den Kommentaren.
Vielleicht mal schauen welche Anbieter vernünftige Tarife anbieten. Die Telekom z.B. bietet In den Complete Tarifen die BB Option als Inklusivoption mit Fullflat an. Complete M, L. Surfen und Mailen bis der Arzt kommt. Da wurde vor 1,5 Jahren diese Problematik mit den apn abgeschafft.
Vodafone bietet für einen 10er im Monat BlackBerry auch im Callya Tarif an. 200 MB freies Volumenkontingent.
http://macberry.de/blackberry/vodafone-callya-fur-blackberry-nutzer/
Wo du Recht hast, andere Hersteller bieten mit der Verwendung einer Exchangeemailadresse, den Directpush der Emails an, warum BlackBerry nur deshalb verwenden..? Das ist kein Argument mehr für BB, wenn man nur Directpush haben will.
Man muss dann schon komplett von BB überzeugt sein so wie ich, nutze das Rundumpaket: BlackBerry Businesscloud mit Microsoft Office 365. Flexibel :-) als Mac Nutzer. Icloud, kommt da nicht in Frage.
Wir sind von RIM überzeugt und bleiben treu. Gerne würde ich jetzt für unsere Firma 3 BB10 bestellen.
Mit der BB-Option bezahlt man:
- Die Datenkomprimierung beim Surfen sowie bei e-mail- und PIM-Sync, die dann ein geringeres Datentransfervolumen benötigten, was sich auf die Akkulaufzeit positiv auswirkt. Außerdem natürlich auf das zu bezahlende Volumen an den Mobilfunkanbieter.
- Als BIS-Benutzer die Synchronisationsdienste für e-mail, Kontakte und Kalender
- Die Nutzung des Blackberry Messenger – Dienstes und weiterer Chat-Clients von RIM (Google Talk, Yahoo!Chat usw.)
- Die Verschlüsselung der übertragenen Daten
- Attachment-Service: z.B. Anzeige einer auf Textinhalte reduzierten PDF-Datei
usw.
Es steht einem frei, ohne BB-Option z.B. den Opera Mini Browser zu verwenden, anstatt dem BIS für e-mail LogicMail oder ShangMail (beide kostenlos) und PIM-Synchronisationsdienste wie das kostenlose Funambol oder Memotoo (kostenpflichtig) einzusetzen, über WhatsApp zu chatten usw.
Zum Thema PushMail. Apple darf das in Deutschland gar nicht anbieten.
Ich bin auch überzeugt..
Naja Hauptargument bleibt halt die Sicherheit..
Wie von Andy erläutert ist die BB-Option sinnvoll, da Sie ja alles über Ihre Server abwickeln.. Ausserdem macht es die Option nicht dicke.. Und wenn man bedenkt was man damit alles machen kann, gerade Telefon löschen bzw. wenn man auf neues BB wechselt alle Daten und Einstellung mit zunehmen finde ich wirklich praktisch.
Und gerade bei Volumebegrenzung und im Roaming ist es halt echt praktisch wegen der Datenkomprimierung.
Naja wir werden sehen wie sich alles entwickelt..
Mir reicht es zur Zeit aus was mein BB kann.. Und wirklich nach meine Meinung gut gelunge Playbook ist alles schick…
Einzige was ich schade finde ist, dass einige APPs z.B. nur für Iphone rauskommen…
Z.B. Handelsblatt, Zeit, NWB nur mal als Bsp. Ich finde damit kann man halt auch extrem das Iphone pushen…
Ja,bei Blackberry ist alles toll. Nur das man zur Umsetzung der neuen Software/Firmware doppeltso lang braucht wie die Konkurrenz. 2Mrd Barvermögen,super, und fünftausend Menschen werden in die Wüste geschickt. Soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit sieht anders aus.
Hallo Leute,
erst einmal finde ich die Aussage von unserem CEO super. Meiner Meinung geht es nicht darum an die Konkurrenz heranzukommen sondern, sondern sich ein altes/neues Image aufzubauen und so etwas bedarf Zeit.
Zugegebener Maßen haben wir davon zu wenig in einem so kurzlebigen Geschäft. Darum ist es um so wichtiger nicht aus der Hüfte zu schießen, sondern ein fertiges Produkt auf den Markt zu bringen, egal ob es dann vielleicht etwas länger dauert, denn “good things come to those who wait”.
Wir haben besondere Stärken, die uns groß gemacht haben, dazu gehören Sicherheit und die Einzigartigkeit mit der wir kommunizieren. Wenn die Jungs von RIM es schaffen dies auf eine neue Ebene zu stellen, dann bin ich mir sicher, dass wir wieder erfolgreich sein werden. Wir werden zwar niemals die Marktanteile der Konkurrenz bekommen, aber wollen wir das? Sicher, ein paar Prozent wären nicht schlecht :) aber will man so in die Durchschnittlichkeit absinken, dass das Produkt zur Massenware verkommt und man mehr damit beschäftigt ist ein “NEUES” Produkt herauszubringen (meist ja nicht wirklich revolutionär) anstatt sich etwas Zeit zu lassen und das was man hat wirklich zu verbessern?
iOS und Android sind Systeme ohne echte Fortschritte, die Leben nur noch von den Anhängern aus der Anfangszeit. Ich war iOS User und es hat mich nach 3 Jahren einfach nur gelangweilt. Leider lebt das Apple Konzept von den Synergieen aller Peripheriegeräte und dem Zusammenspiel mit der iCloud. Diese Tatsache lässt einem kaum eine Wahl sich vielleicht nach einem neuen Gerät umzuschauen, ohne direkt Einbuße in die Bequemlichkeit zu machen. Man zahlt Unmengen an Geld für mindere Leistungen, nur weil man sich der Masse beugt.
Android hatte ich in der Hand. Das Beste daran war die Hardware die es umgibt, also nicht der Rede Wert (Meine Meinung).
Vielleicht stehe ich mit meinen Ansichten alleine dar, aber was Solls.
In diesem Sinne: NoMoreMainstream-BeBold ;)
08:28
Ich weiß nicht warum man immer so aufgeblasen überlegen muß wie es mit Blackberry weiter geht…..ich habe eine ganz einfache Lösung…..endlich die extra zu bezahlende Blackberry-Option abschaffen.
Das muß man weder beim Iphone noch bei einem Android Telefon bezahlen. Sofern Blackberry dann auch nur in Speziellen Tarifen vernünftig nutzbar ist, wird Blackberry immer mehr Kunden verlieren. Vor allem im Jungen Markt !!