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Neue Informationen zu BlackBerry Blend – BlackBerry zu selbstbewußt?

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Eines der größten Neuerungen, die wir mit OS 10.3 erwarten, ist BlackBerry Blend. Gingen wir zuvor davon aus, daß es im Wesentlichen Funktionen der Blackberry Bridge von OS 7.1 auf BlackBerry 10, in Verbindung von Tablets verschiedener Herstellern bringt, wird nun klar, daß es auch ein Ersatz für BlackBerry Link werden wird.

 

BlackBerry Blend Dashboard

 

 

Mit BlackBerry Blend wird es BBIN.in zufolge möglich werden, von Windows 7 (oder neuer), Mac OS (ab 10.7), iOS (ab 6.0) und Android (ab 4.4) auf mehrere e-Mail-Konten im BlackBerry Hub, Kontakte, BBM Chats; Gruppen und BBM Channels, SMS, Kalender mit Tages-; Wochen- und Monatsagenda zuzugreifen sowie Termine anzulegen und zu ändern. Außerdem um Dateien zwischen Smartphone und Tablet/PC zu kopieren. Ferner sollen Benachrichtigungen auf dem Fremdgerät signalisiert werden – beispielsweise über neue Nachrichten.

 

Wenn das BlackBerry 10 – Smartphone mit einem BlackBerry Enterprise Service 10 verbunden ist, wird es außerdem möglich sein, mit dem Browser eine Verbindung zum Unternehmens-Intranet aufzubauen.

 

Dies sind viele Funktionen,  die auch über die alte BlackBerry Bridge (für OS 7.1) geboten werden – auch wenn dort auf BBM Gruppen und Channels verzichtet werden muß. Bald werden diese Möglichkeiten auf dem PC und Tablets von Konkurrenzherstellern nutzbar, während der treue BlackBerry-Kunde mit dem PlayBook sprichwörtlich in die Röhre schauen wird. Denn eine Unterstützung des PlayBook scheint nicht geplant, ohne das BlackBerry ein eigenes Tablet anbietet.

 

Auch Backup-Funktionen für OS 10.3 – Devices und eine Unterstützung für einen Gerätewechsel sollen durch Blend geboten werden. Dies sind bislang Funktionen, für die BlackBerry Link und ein PC notwendig sind.

 

Gegenüber der Blackberry Bridge kann es aber auch Nachteile geben. Denn erfolgt die Kommunikation bei der Bridge verschlüsseltet über Bluetooth (hilfsweise auch zusätzlich über WiFi), erfolgt sie bei BB Blend wahlweise über USB-Kabel oder per WiFi bzw. Mobilfunk.

 

Ob aber „WiFi“ die WiFi Direct – Variante bedeutet (die vom anderen Gerät auch unterstützt werden muß) oder über ein vorhandenes WLAN, also einen externen Access Point, die Daten ausgetauscht werden, wissen wir derzeit nicht. Wenn es jedoch so kommt, müßte man unterwegs dafür einen extra Mobile Hotspot dabei haben. Die Registrierungspflicht per BlackBerry-ID aber deutet unserer Meinung nach ohnehin daraufhin, daß die Daten per Drittsysteme ausgetauscht werden.

 

Oder der Datenaustausch erfolgt per Mobilfunk, was bereits naturgemäß bedeutet, daß die Daten „irgendwo“ über das Internet ausgetauscht werden. Neben einer Mobilfunkkarte wird ein Datenaustausch über ein fremdes Netzwerk nicht jedem zusagen. Außerdem muß dieser Traffic natürlich irgendwie bezahlt werden.

 

Auffällig ist, daß BlackBerry offensichtlich ein großes Selbstvertrauen besitzt, da nur Fremdsysteme unterstützt werden. Zugegeben, das PlayBook ist etwas betagt. Aber es ist das einzige Tablet, daß der Hersteller vorweisen kann. Nicht nur ist BlackBerry – insbesondere den frühen Käufern des Tablets – es geradezu schuldig hier eine Unterstützung bzw. den erweiterten Funktionsumfang, wie BBM Gruppen und Channels, zu bieten – da sie viele Versprechen gebrochen haben. Es lockt zudem Tablet-Käufer geradezu in andere Ökosysteme!

 

Denn es gibt heute durchaus noch Interessenten für das PlayBook, da der Wunsch besteht, Smartphone und Tablet eines Herstellers zu nutzen. Und warum sollte jemand, der von einem Fremd-Tablet angetan ist, zudem er irgendwie ja gedrängt wurde, nicht schließlich ganz zur Konkurrenz abwandern?

 

 

Quelle: BBin.in

Posted by Andy   @   1 September 2014

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9 Comments

Comments
Sep 1, 2014
21:41
#1 ekke :

Das mit dem Playbook ist sicher schade – bei mir liegen auch noch welche rum 😉
Aber es ist aus meiner Sicht verständlich, dass da derzeit keine Ressourcen für aufgewendet werden un d man sich auf die aktuellen neuen Geräte und 10.3 konzentriert.
Mit dem Passport haben wir ja zumindest schon mal ein Phablet und im Tabletbereich ist nunmal Apple derzeit technologich führend. Da schadet es nix, wenn einige iPads mit BlackBerry Phones verbunden werden können – ich sehe das eher so, dass dadurch weitere Käuferschichten addressiert werden.
Sieh das man nicht zu pessimistisch – immer nach vorne schauen 🙂
Aus meiner Sicht macht John Chen das alles richtig und ich freue mich schon auf Passport und Blend und die neue 10.3 UI. …. aber erstmal all meine Apps umstellen – ist einiges an Arbeit 😉

Sep 1, 2014
23:03
#2 Pacberry :

Habt ihr irgendwo eine Anleitung dazu, wie man Bridge ohne Bluetooth aktivieren kann? Am PlayBook erscheint immer der Hinweis, dass ich Bluetooth aktivieren muss.

Ansonsten verstehe ich schon, dass ihr es nicht gutheißen wollt, dass das PlayBook nicht unterstützt wird. Andererseits hat Ekke auch irgendwie Recht. Es macht wohl nicht so viel Sinn, Ressourcen in dieses „alte Gerät“ zu stecken.

-Alex

Sep 1, 2014
23:25
#3 Andy :

Danke für Deine Rückmeldung.

Die Bridge erfordert zwingend Bluetooth. Siehe auch http://macberry.de/blackberry/faq/blackberry-bridge-2-1-bluetooth-weiterhin-erforderlich/

Beim entsprechenden Dokument zur Bridge 3.0 (für BlackBerry 10) ist nur von Bluetooth die Rede. (http://docs.blackberry.com/de-de/admin/deliverables/50430/BlackBerry_Bridge_App_3.0_and_BlackBerry_PlayBook_Tablet_2.1_Security_Technical_Overview_en.pdf)

Im Handbuch zur aktuellen Bridge 3.3 für BlackBerry 10 findest Du mehrfach (Seite 4, 5 und 7) den Hinweis, daß Bluetooth erforderlich ist: http://docs.blackberry.com/de-de/smartphone_users/deliverables/59485/BlackBerry_Bridge-1343234498661_00053-3.3-de.pdf

Sep 4, 2014
15:58
#4 Pacberry :

Wie ist dann dieses Zitat aus diesem Artikel zu verstehen?
„Denn erfolgt die Kommunikation bei der Bridge verschlüsseltet über Bluetooth (hilfsweise auch zusätzlich über WiFi), erfolgt sie bei BB Blend wahlweise über USB-Kabel oder per WiFi bzw. Mobilfunk.“
Was heißt hilfsweise über WiFi?

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