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Neues Tablet der BlackBerry-Tochter angekündigt

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Die neuste Vorstellung von BB’s Tochterunternehmen Secusmart zeigt, daß wir in Zukunft wohl kein Tablet mit BlackBerry OS erwarten können.

 

Bereits seit Jahren (erstmals bereits kurz nach dem Erscheinen des PlayBook im Jahr 2011) tauchen alle paar Monate Gerüchte auf, daß BlackBerry ein neues Tablet auf den Markt bringen könnte. In der Tat kam dann noch das PlayBook 4G bzw. 3G+ – aber die hatte BlackBerry (bzw. damals unter dem Namen RIM) ja bereits davor selbst angekündigt. Neue Nahrung bekam das Thema insbesondere, nachdem klar war, daß das PlayBook doch kein BlackBerry 10 erhalten wird. Und auch Antworten von BlackBerry-Managern auf Fragen, ob sie sich ein neues BlackBerry Tablet vorstellen können, wurden in der Community oft schnell so ausgelegt, als arbeite BlackBerry an einem neuen Tablet. Dabei gehört es zu einer professionellen Unternehmensführung, den Markt zu beobachten und neue Möglichkeiten der Geschäftstätigkeit zu erörtern.

 

Wir hatten vor einigen Monaten ein Gespräch mit einem BlackBerry Topmanager, der Zweifel zeigte, daß BlackBerry ein neues Tablet auf den Markt bringen wird. Zum einen hatte bereits der frühere CEO Thorsten Heins prophezeit, daß der Tablet-Absatz in den nächsten Jahren zurückgehen wird – manche Statistik gibt ihm heute Recht. Unserer Meinung nach liegt das u.a. an der Beliebtheit größerer Smartphone-Displays und daran, daß das Bedürfnis privater Nutzer regelmäßig ein neues Gerät besitzen zu wollen, bei Smartphones ausgeprägter ist, als bei Tablets. Außerdem konkurieren Tablets je nach Formfaktor mit Laptops, die weitergehende Anwendungsmöglichkeiten bieten.

 

Andererseits gibt es auch handfeste Gründe, die dagegen sprechen, ein eigenes Tablet zu produzieren, so der BB-Manager zu MacBerry.de. Für ein Tablet muß mit ähnlichen Entwicklungskosten wie für ein Smartphone gerechnet werden, der Verkaufspreis beider Gerätetypen ist ähnlich. Gleichzeitig sind die Materialkosten aber ungleich höher, da Tablets meist in größeren Abmessungen produziert werden. Folglich sinkt die Marge für den Hersteller. Andere Hersteller würden das mit Quersubventionierung aus Smartphone-Geschäften kompensieren. BlackBerry kann das aufgrund der geringen verkauften Gerätezahl – verglichen mit Branchengrößen – jedoch nicht.

 

BlackBerry wandelt sich bereits seit Monaten von einem Hardware-Hersteller, der auch Software-Lösungen anbietet, zu einem Software- und Dienstleistungsunternehmen, das auch eigene Hardware im Angebot hat. Zu erkennen ist das an der vielfältigen Multiplattform-Unterstützung des BlackBerry Enterprise Service (BES), des BBM, von BlackBerry Blend und auch mit dem erklärten Ziel, BlackBerry-Apps wie den BlackBerry Hub, auch auf anderen Plattformen bereitzustellen.

 

Auf den BlackBerry Experience Day Ende Januar in Frankfurt wurde bereits die Partnerschaft mit Samsung beworben, nach der BlackBerry auch Samsung’s KNOX als Alternative zur eigenen Secusmart-Lösung  für Kunden mit hohen Sicherheitsanforderungen unterstützen und verkaufen will. (Und Samsung im Gegenzug BlackBerry-Lösungen.)

 

Ohnehin liegt der Fokus von BlackBerry auf Geschäftskunden und Sicherheit. Dies wird auch nach der Ankündigung auf der diesjährigen CeBit erneut deutlich. SecuTABLET nennt sich das neue Gerät und basiert auf dem Samsung Tab S 10.5. Neben SecuSUITE von Secusmart kommen vermutlich Android, Samsung KNOX und weitere Lösungen von Secusmart, Samsung und IBM zum Einsatz. Bei einem Gerätepreis von etwa 2300 Euro ist die Zielgruppe klar: Behörden und Unternehmenskunden mit hohem Sicherheitsbedarf.

 

Gleichzeitig zeigt sich, wie ernst es BlackBerry mit einer Multiplattformunterstützung macht, da das Tablet weder auf eigener Hardware noch einem eigenem Betriebsysstem basiert. Und wenn schon in diesem Bereich, in dem BlackBerry über die Kernkompetenz und höchste Expertise verfügt Fremdgeräte eingesetzt werden, wieso sollte dann noch ein eigenes Tablet auf den Markt kommen, das einem größeren Wettbewerb unterliegen würde?

 

 

 

Quelle: Secusmart

 

Posted by Andy   @   16 März 2015

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